getroffen

Getroffen

Das Gedicht fängt die berührende Zerrissenheit und das Lösen von innerer Kälte ein. Ein Moment, in dem die Maske fällt und gleichzeitig Erleichterung (das Lachen) und die bewältigte Schwere (das Weinen) nebeneinander existieren dürfen, während das Eis – die unnahbare Kälte oder das starre Problem – in der behutsamen Wärme der eigenen Hände und des Beistands dahinschmilzt.

Gut getroffen

Gut gemeint und doch daneben getroffen:
Wenn "Profis" (mit dem Drang zu helfen) hoffen.
Vom Tabu-Thema werden wir kalt erwischt,
sodass der Halt der Gruppe jäh erlischt.

„Ich bin bei dir “, bezeugt auf einmal Freund.
Ein leises Wort, das uns sofort versöhnt.
Sein Beistand bleibt bei mir wie echtes Gold,
weil er mir ohne Zwang den Rückhalt zollt.

Ich wende mich der eignen Angst nun zu,
und flüstere ihr leise: Finde Ruh.
Sie darf hier sein, behütet und erkannt,
gehalten von der eig'nen, sanften Hand.

Denn wenn Tabus tief auf der Seele brennen,
darf jeder Mensch das Thema auch ablehnen.
Was wahre Heilung braucht, ist klare Sicht:
gemeinsamen Respekt mit viel Rücksicht.

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