Verstecke ich mich im deutsch-russischen Gedicht oder eben nicht... Es geht um eine Art Versteck von der Wirklichkeit im Licht.
Das Versteck
Wir suchen Gott in Büchern, glanzvoll, rein,
Wo unsre Welt in heiligem Lichte steht,
Doch stolpern wir im eignen Haus allein
Auf Rissen, wo die Antwort offen weht.
Das innere Versteck, vom kalten Wind zerrissen,
Ist nicht zu heilen, voll Unruhe und Wahn.
Man trinkt Ersatz, um nicht den Schmerz zu wissen,
Verbirgt die Tränen, die unaufhaltsam nahn.
Doch in der Kunst, am Rande jener Fülle,
Wo oft die Menge für das Eigne richtet,
Suchen wir tastend durch des Bruches Hülle
Den Monolithen, der sich in uns verdichtet.
Die Kunst – die Brücke, wo Schöpfer und Poet
Am Rand der Ewig-Leere schweigend stehen.
Nicht, dass der Schöpfung Krone aufersteht,
Sondern um die Schönheit auch im Bruch zu sehen.
Тайник
Мы ищем Бога в глянцевых томах,
Где мир сияет святостью и светом,
Но спотыкаемся в своих домах
О трещины, открытые ответам.
Не починить тайник, что насквозь продут,
В нём сквозняки и хронический невроз.
И люди суррогаты жадно пьют,
Скрывая раны от внезапных слёз.
Но в творчестве, на грани тишины,
Где публика за личное казнит,
Мы сквозь поломки, тяготы вины
Пытаемся нащупать монолит.
Искусство — мост, где автор и Творец
Молчат у края вечной пустоты.
Не для того, чтобы спасти творения венец,
А научить ценить творения в обломках красоты.


