Zur Resilienz handelt es sich hierbei um eine Analyse des Negativpotenzials einer Situation in Form eines Gedichts, das als Anker und Erinnerung dient. Es beschreibt die emotionale Aufladung als eine enorme Spannung zwischen Verachtung und Zwang sowie die verborgenen Auslöser in dieser Situation.
Außerdem ist die Rede von Ohnmacht (das Gefühl, keine Kontrolle oder Handlungsfähigkeit zu haben) und Fatalismus (die Überzeugung, dass das Geschehen schicksalhaft vorherbestimmt und unabänderlich ist). Diese Begriffe beschreiben exakt die psychologische Dynamik dieser Situation. Sie sind oft der Treibstoff für die unerwünschten Episoden oder das rationale „Schönreden“ vom Rückkehr zu den alten Verhaltensmustern.
Wächter gegen die Ohnmacht
Wo der Glanz der Lüge blendet,
Wo man Zeit im Nichts verschwendet,
Steigt Affekt in Dir empor,
Vor dem falschen, lauten Chor.
Ekel mischt sich mit dem Drang,
Hinzugehen – welch ein Zwang!
Spürst die Ohnmacht Dich umfassen,
Kannst vom Muster doch nicht lassen?
Doch durchschaue die Abgründe
Lass Dich nicht im Dunklen plündern!
Nennst es Fatalismus dann,
Dass man „nichts mehr ändern kann“?
Nein! Das ist nur alter Schmerz,
Eine Falle für Dein Herz.
Glaube nicht, Du musst es tun,
Lass das alte Drama ruhn.
Hör auf diesen strengen Rat,
Der Dich schützt vor dem Spagat:
Erstens: Wenn die Farben sprühen,
Und die Sinne überglühen,
Wenn Euphorie den Geist verbaut:
Kein Entschluss wird laut vertraut!
Wer im Rausch die Wege wählt,
Hat sich später oft gequält.
Zweitens: Wenn die Nebel stehen,
Du den Sinn nicht mehr kannst sehen,
Wenn die Schwere Dich erdrückt:
Blick nicht drauf, was Dir geglückt.
Deute nicht dein Leben jetzt,
Wenn der Schmerz die Seele ätzt.
Bleib im kleinen, wahren Kreis,
Zahl nicht ihren stolzen Preis.
Lass die falsche Feier toben,
Bleib in Deiner Mitte oben.
So erkennst Dein wahres Herz:
Deine starke Resilienz!


